Orgelimprovisation im Gottesdienst

Die Konferenz der Leiter katholischer kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten Deutschlands (KdL) schreibt in Verbindung mit dem Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV) und der jeweiligen Gastgeberdiözese den Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ aus.

Erstmals 1988 durchgeführt, hat er sich zu einem der profiliertesten deutschen Improvisationswettbewerbe etabliert. Viele der ehemaligen Preisträger sind heute in führenden Positionen der katholischen Kirchenmusik Deutschlands tätig. Insofern war und ist der Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ ein wichtiger Indikator für die künstlerische Qualität des liturgischen Orgelspiels.

Zur Teilnahme aufgefordert sind alle Studentinnen und Studenten der katholischen Kirchenmusik sowie junge kath. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Die Konferenz, als das von der Deutschen Bischofskonferenz anerkannte Fachgremium in kirchenmusikalischen Ausbildungsfragen, möchte mit dem Wettbewerb die gottesdienstliche Orgelimprovisation in besonderer Weise fördern.

Alle Fragen rund um den Wettbewerb beantwortet Ihnen gerne die KdL.

Impro

 

10. Wettbewerb ORGELIMPROVISATION IM GOTTESDIENST in Rottenburg am Neckar

Es war ein doppeltes Jubiläum: Ende September 2013 wiederholte sich zum zehnten Mal der erstmals vor 25 Jahren in Rottenburg am Neckar durchgeführte Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ – diesmal wieder in der Bischofsstadt Rottenburg unter der Schirmherrschaft von Diözesanbischof Dr. Gebhard Fürst.
Der Wettbewerb wird von der „Konferenz der Leiterinnen und Leiter katholischer kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten in Deutschland (KdL) gemeinsam mit dem Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV) veranstaltet. Teilgenommen haben
überwiegend Studierende der Kirchenmusik, aber auch bereits im Dienst stehende junge Kirchenmusiker. Für die erste Runde hatten sich zehn Teilnehmer beworben. Aus den eingesandten CD-Aufnahmen wählte die Jury sieben Teilnehmer für die zweite Runde aus, die nach Rottenburg eingeladen wurden.

Orgelimpro Die Jury hintere Reihe von links nach rechts: Ruben J. Sturm (Rottenburg), Prof. Wolfgang Seifen (Berlin/Kevelaer), Eberhard Lauer (Hamburg), Johannes Mayr (Stuttgart), Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider (Bonn). Die Preisträger vorne von links nach rechts: Peter Schleicher (Stuttgart), 3. Preis; Tobias Wittmann (Stuttgart), 2. Preis; Max Pöllner (Eichstätt), 3. Preis
 
Die Wettbewerbsjury setzte sich aus den Professoren Wolfgang Seifen (Berlin, Vorsitzender der KdL), Eberhard Lauer (Hamburg), Dr. Wolfgang Bretschneider (Bonn, Präsident des ACV), Ruben Sturm (Rottenburg) und Johannes Mayr (Stuttgart) zusammen.

Als Aufgabe für die zweiten Runde hatte die Jury die Gestaltung einer Vesper mit gregorianischen Elementen (Deutsch und Latein) ausgewählt. Die 48-registrige Albiez-Orgel von St. Moriz (1976) in Rottenburg bot hierfür hervorragende klangliche Möglichkeiten. Aufgaben waren neben der Lied- und Psalmenbegleitung unter anderem Psalmimprovisationen sowie improvisierte Magnificat-Versetten. Die Schola Gregoriana wurde von Studierenden der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg gebildet.
Die Jury entschied sich, drei Organisten zur letzten Runde, dem Finale, zuzulassen. Der Aufgabenkanon bestand aus der Gestaltung einer Eucharistiefeier (teilweise fiktiv) am 21. September im Hohen Dom St. Martin am Fest des Hl. Apostels und Evangelisten Matthäus. Mit der Domorgel der Firma Sandtner von 1978/79 bzw. 2003 mit insgesamt 75 Registern stand den Interpreten ein weiteres hervorragendes und farbenreiches Instrument zur Verfügung.
Sowohl bei den Vespern als auch bei den Eucharistiefeiern wurde bei allen Teilnehmern die vielfältige Beherrschung von Formen und Stilen hörbar. Festzustellen war aber auch, dass liturgische Situationen als solche teilweise weniger bekannt waren bzw. nur ungenügend beherrscht wurden. Knackpunkte waren etwa die Psalmenbegleitung, die richtige Länge und das Tempo eines Vorspiels oder die Liedbegleitung der Gemeinde – ein Appell an die Hochschulen, hier in der Ausbildung noch verstärkt aktiv zu werden!
Der erste Preis wurde (wie in der Vergangenheit öfters auch schon) nicht vergeben. Den zweiten Preis – gestiftet von der KdL – erhielt der an St. Fidelis in Stuttgart tätige Regionalkantor Tobias Wittmann. Die beiden dritten Preise – gestiftet von der Hochschule für Kirchenmusik und dem Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie dem ACV – erhielten Max Pöllner (Assistent am Dom zu Eichstätt) und Peter Schleicher (Student an der Musikhochschule Stuttgart).
Domdekan Weihbischof Dr. Johannes Kreidler übergab in einer kleinen Feierstunde, bei der Wolfgang Seifen als Vorsitzender der Jury auch den Wettbewerbsverlauf und die Preisträger würdigte, die Preise und sprach der Jury sowie den vor Ort Verantwortlichen seinen Dank aus. Er bestärkte alle Teilnehmer in ihrer Arbeit und hob die hohe Bedeutung von Kirchenmusik, speziell der Orgelimprovisation, für unsere Gottesdienste hervor.
Alle Preisträger konnten ihr „ausgezeichnetes“ Können noch einmal in den drei sonntäglichen Eucharistiefeiern im Dom zu Rottenburg präsentieren.

Bernhard Schmid
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Orgelimprovisation im Gottesdienst

Die Konferenz der Leiter katholischer kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten Deutschlands (KdL) schreibt in Verbindung mit dem Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV) und der jeweiligen Gastgeberdiözese den Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ aus.

Erstmals 1988 durchgeführt, hat er sich zu einem der profiliertesten deutschen Improvisationswettbewerbe etabliert. Viele der ehemaligen Preisträger sind heute in führenden Positionen der katholischen Kirchenmusik Deutschlands tätig. Insofern war und ist der Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ ein wichtiger Indikator für die künstlerische Qualität des liturgischen Orgelspiels.

Zur Teilnahme aufgefordert sind alle Studentinnen und Studenten der katholischen Kirchenmusik sowie junge kath. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker. Die Konferenz, als das von der Deutschen Bischofskonferenz anerkannte Fachgremium in kirchenmusikalischen Ausbildungsfragen, möchte mit dem Wettbewerb die gottesdienstliche Orgelimprovisation in besonderer Weise fördern.

Alle Fragen rund um den Wettbewerb beantwortet Ihnen gerne die KdL.

Impro

 

10. Wettbewerb ORGELIMPROVISATION IM GOTTESDIENST in Rottenburg am Neckar

Es war ein doppeltes Jubiläum: Ende September 2013 wiederholte sich zum zehnten Mal der erstmals vor 25 Jahren in Rottenburg am Neckar durchgeführte Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ – diesmal wieder in der Bischofsstadt Rottenburg unter der Schirmherrschaft von Diözesanbischof Dr. Gebhard Fürst.
Der Wettbewerb wird von der „Konferenz der Leiterinnen und Leiter katholischer kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten in Deutschland (KdL) gemeinsam mit dem Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV) veranstaltet. Teilgenommen haben
überwiegend Studierende der Kirchenmusik, aber auch bereits im Dienst stehende junge Kirchenmusiker. Für die erste Runde hatten sich zehn Teilnehmer beworben. Aus den eingesandten CD-Aufnahmen wählte die Jury sieben Teilnehmer für die zweite Runde aus, die nach Rottenburg eingeladen wurden.

Orgelimpro Die Jury hintere Reihe von links nach rechts: Ruben J. Sturm (Rottenburg), Prof. Wolfgang Seifen (Berlin/Kevelaer), Eberhard Lauer (Hamburg), Johannes Mayr (Stuttgart), Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider (Bonn). Die Preisträger vorne von links nach rechts: Peter Schleicher (Stuttgart), 3. Preis; Tobias Wittmann (Stuttgart), 2. Preis; Max Pöllner (Eichstätt), 3. Preis
 
Die Wettbewerbsjury setzte sich aus den Professoren Wolfgang Seifen (Berlin, Vorsitzender der KdL), Eberhard Lauer (Hamburg), Dr. Wolfgang Bretschneider (Bonn, Präsident des ACV), Ruben Sturm (Rottenburg) und Johannes Mayr (Stuttgart) zusammen.

Als Aufgabe für die zweiten Runde hatte die Jury die Gestaltung einer Vesper mit gregorianischen Elementen (Deutsch und Latein) ausgewählt. Die 48-registrige Albiez-Orgel von St. Moriz (1976) in Rottenburg bot hierfür hervorragende klangliche Möglichkeiten. Aufgaben waren neben der Lied- und Psalmenbegleitung unter anderem Psalmimprovisationen sowie improvisierte Magnificat-Versetten. Die Schola Gregoriana wurde von Studierenden der Hochschule für Kirchenmusik in Rottenburg gebildet.
Die Jury entschied sich, drei Organisten zur letzten Runde, dem Finale, zuzulassen. Der Aufgabenkanon bestand aus der Gestaltung einer Eucharistiefeier (teilweise fiktiv) am 21. September im Hohen Dom St. Martin am Fest des Hl. Apostels und Evangelisten Matthäus. Mit der Domorgel der Firma Sandtner von 1978/79 bzw. 2003 mit insgesamt 75 Registern stand den Interpreten ein weiteres hervorragendes und farbenreiches Instrument zur Verfügung.
Sowohl bei den Vespern als auch bei den Eucharistiefeiern wurde bei allen Teilnehmern die vielfältige Beherrschung von Formen und Stilen hörbar. Festzustellen war aber auch, dass liturgische Situationen als solche teilweise weniger bekannt waren bzw. nur ungenügend beherrscht wurden. Knackpunkte waren etwa die Psalmenbegleitung, die richtige Länge und das Tempo eines Vorspiels oder die Liedbegleitung der Gemeinde – ein Appell an die Hochschulen, hier in der Ausbildung noch verstärkt aktiv zu werden!
Der erste Preis wurde (wie in der Vergangenheit öfters auch schon) nicht vergeben. Den zweiten Preis – gestiftet von der KdL – erhielt der an St. Fidelis in Stuttgart tätige Regionalkantor Tobias Wittmann. Die beiden dritten Preise – gestiftet von der Hochschule für Kirchenmusik und dem Amt für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie dem ACV – erhielten Max Pöllner (Assistent am Dom zu Eichstätt) und Peter Schleicher (Student an der Musikhochschule Stuttgart).
Domdekan Weihbischof Dr. Johannes Kreidler übergab in einer kleinen Feierstunde, bei der Wolfgang Seifen als Vorsitzender der Jury auch den Wettbewerbsverlauf und die Preisträger würdigte, die Preise und sprach der Jury sowie den vor Ort Verantwortlichen seinen Dank aus. Er bestärkte alle Teilnehmer in ihrer Arbeit und hob die hohe Bedeutung von Kirchenmusik, speziell der Orgelimprovisation, für unsere Gottesdienste hervor.
Alle Preisträger konnten ihr „ausgezeichnetes“ Können noch einmal in den drei sonntäglichen Eucharistiefeiern im Dom zu Rottenburg präsentieren.

Bernhard Schmid
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