Reste des Düsseldorfer Verlagsarchivs Schwann jetzt in Regensburg

Die Bischöfliche Zentralbibliothek in Regensburg hat in Kooperation mit dem Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV) die Reste des ehemaligen Musikverlags L. Schwann, Düsseldorf, übernommen. Die Bestände waren im Oktober 2020 dem ACV angeboten worden.

Neben den Verlagen Böhm in Augsburg und Pustet in Regensburg setzte sich Schwann mit seinen Editionen für die Verbreitung cäcilianischer Kirchenmusik ein. Der Verlag wurde 1821 von Leonard Schwann gegründet und übernahm 1894 den »Cäcilianischen Kirchenmusik-Verlag« von Josef Seiling in München. Ein besonderes Gewicht legte Schwann von Anfang an auf die im Rheinland beheimateten Komponisten wie beispielsweise Hermann Kipper (1826–1910), Friedrich Koenen (1829–1887), Peter Piel (1835–1904), Franz Nekes (1844–1914), August Wiltberger (1850–1928), Johannes Müller (1864–1942), Emil Kraemer (1887–1958), Heinrich Lemacher (1891–1966) und Hermann Schroeder (1904–1984). Zwischen 1951 und 1979 verlegte er die von der Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte herausgegebene Reihe Denkmäler rheinischer Musik, die heute vom Verlag Dohr in Köln fortgeführt wird. Der Musikverlag Schwann existierte bis 1974 und wurde dann von der damals in Frankfurt am Main ansässigen Edition Peters aufgekauft. Als Peters Lagerfläche benötigte, wurden Anfang der 1980er-Jahre die Reste des Verlagsarchivs Schwann von privater Seite übernommen, um sie vor einem endgültigen Verlust zu schützen. Nach Jahren der Einlagerung fiel die Entscheidung, das inzwischen schon als historisch zu betrachtende Material einer Bibliothek zu übergeben und so eine dauernde Aufbewahrung zu sichern.

Mehr dazu finden Sie in Musica sacra 03/2021.

Raymond Dittrich und Rosemarie Weinberger
Bischöfliche Zentralbibliothek Regensburg

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