
(Conférence Européenne des Associations de Musique d’Église)
Die Gründung der katholischen Dachorganisation CEDAME (Europäische Konferenz der katholischen Kirchenmusikverbände) geht auf eine Anregung im europäischen Jahr der Musik 1985 zurück. Nach einem Treffen von Kirchenchören in Rom und dem internationalen Pueri-Cantores-Kongress in Paris wandte sich der italienische Kirchenmusikverband an Verbände anderer europäischer Länder. Nach zwei Vorbereitungssitzungen wurde 1988 in Straßburg, am Sitz des Europarates, die von elf Ländern beschickte Gründungsversammlung abgehalten. Organisation und Sekretariat waren Kanonikus Gérard Grasser von Straßburg anvertraut, der bis heute einer der Mentoren und Bindeglied für die Sprachgruppen innerhalb der CEDAME geblieben ist. Seit 1988 trafen sich die Mitglieder der Konferenz jährlich (ausgenommen 1997) jeweils in einem anderen Land. Die Länderberichte der einzelnen Kirchenmusikverbände machen einen wichtigen Teil auf den Sitzungen der CEDAME aus. Der gegenseitige Austausch, das Kennenlernen der Situation und Arbeitsbedingungen des Anderen gehört mit zu den fruchtbarsten Punkten der alljährlichen Sitzungen. Bei der Konferenz im Jahre 2001 in Marianka bei Bratislava (Slowakei) wurde die Arbeit der CEDAME auf neue organisatorische Füße gestellt. Die Delegierten verständigten sich auf ein Modell, demzufolge das Präsidium der CEDAME zur Entlastung des jeweiligen veranstaltenden Präsidenten und zur Wahrnehmung einer gewissen organisatorischen Kontinuität auf drei Personen erweitert wird: dem gegenwärtigen Vorsitzenden werden die Präsidenten der letzten und der kommenden CEDAME-Sitzung zu Seite gestellt.